Lymphdrainage

In ihren Grundzügen wurde die Lymphdrainage von Esmarch und Winiwarter Ende des 19. Jahrhunderts erstmals eingesetzt. Dr. Vodder entwickelte aus der Idee in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts eine richtige Methode. Erst in den 90er Jahren ist sie zu einer komplexen physikalischen Entstauungstherapie weiterentwickelt worden.

Die systematische Anordnung und rhythmischer Folge von Drehgriffen, Schöpfgriffen, Pumpgriffen sowie stehenden Kreisen und Spezialgriffen, dient nicht nur der Lockerung und Entspannung der Muskulatur, sondern sie soll primär den Abtransport der Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe.

Lymphe entsteht dadurch, dass Blutplasma durch feinste Blutkapillaren ins Gewebe sickert und dort die Körperzellen umspült. Nach ihrem Durchtritt durch das Gewebe sammelt sich dieses Gewebswasser als Lymphe in den Lymphbahnen. Diese leiten den Flüssigkeitsstrom aus den Gliedmaßen zurück in das Zentrum des Körpers und münden schließlich wieder im Blutgefäßsystem.

Bei Verletzungen oder Operationen werden häufig Lymphbahnen durchtrennt. Der Rückfluss der Lymphe aus den Geweben ist dann auch nach der „optischen“ Heilung behindert. Lymphstauungen in Form von Schwellungen und Ödemen sind oftmals die Folge. Ödeme können jedoch auch durch eine angeborene Schwäche entstehen.

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